Der Bader-Rönne-Komplex

Es ist Freitag: ich frühstücke eine Dusche, Kaffee und Zigaretten. Mein Plan um 10 Uhr auf der Messe zu erscheinen, erscheint utopisch. Eher halb 12 sagt die Realität – also Blick auf s iPhone.

Angekommen stürme ich in Halle 5, um einen Agenten zu treffen. Der hielt sich allerdings an utopische 10.  Versteh ich nicht. Etwas schuldig trotte ich zwischen zu lauten Büchern umher und sehe wieder sie: Das Rönne sitzt an ihrem AufbauStand und sieht mindestens genauso zerstört aus, wie ich mich fühle. Weil wir nichts miteinander zu reden und gleich wenig Ahnung von Literatur haben, gehen wir Rauchen. Einverständnis.

Ein weiterer Kaffee – Kaffee ist Leben. Leben ist Kaffee und ich bin zurück:

Wenn einem weder nach Literatur noch den Agenten nach einem Treffen ist, gibt s immer noch Cosplay. Also mache ich mich auf, um jungen Mädels nachzuschauen, die lieber von alten, japanischen Händen gezeichnet wären als der Natur. Vorurteil! Nach Photo und heiterem Gespräch ( ja, es spricht auch ), bin ich wieder ein großer Fan von sich verkleiden.IMG_3991

Oder von jungen Mädels, die sich verkleiden. Für diesen Gedanken machtwürgegreift mich ein 14-jähriger Keylo Ren. Angemessene Reaktion.

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Wieder atmen -> genug Messe für heute. Ab in die Stadt und ein Käffchen mit dem deutschen PoetryMeister Zymny. Oder dem einzig netten Poetryslammer. Kein Vorurteil 😉

IMG_3996Im kultigen Szenecafé Pilot essen wir auf Messekosten, unterhalten uns über s Buchgeschäft und stellen fest,  dass wir beide frisch 23 sind. Er erst seit dem 9.3. Gleicher Tag wie meine geliebte Exfreundin. ähm. Alles Gute nachträglich Tini…

Etwas später gesellt sich Claudius Nießen mit uns an den Tisch. Trotz oder wegen – das habe ich noch nicht ganz verstanden – seines Aussehens, das an einen Wikingerkönig erinnert, ist er Inhaber des Deutschen Literaturinstituts Leipzig, organisiert die halbe Buchmesse und ist hier so etwas wie der Obergraurückensupergorilla. Zymny und ich sind dann wohl kleine, durchgeknallte Paviane. Aber die dürfen wenigstens laut rumschreien und allen ihren Hinter ins Gesicht strecken (siehe Abendpläne).

Während der Obergorilla uns über das Bücherbusiness aufgeklärt, kristallisiert sich heraus, dass ihm 2 Autoren für das Read-O-Rama-Autorenspeedating am heutigen Abend fehlen. Wir lächeln und winken.

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Wenige Stunden später lesen wir fcking 6 mal 20 Minuten vor einem wechselnden Publikum. Das macht Spaß. Die ersten 2 Mal. Dann langweilt mich mein Text. Durchlauf 5 & 6 sind wieder super – zumindest für mich. Danke GinTonic. ( Später schreibt mich eine unbekannte Nummer an und beginnt mit mir einen wilden SMSFlirt. Aber das ist geheim und deshalb schreibe ich es hier nicht)

Ziemlich fertig und zum Glück betrunken, geht s auf die Party der Jungen Verlage. Im Handgepäck 2 wunderbare Damen, die davor auch unbedingt noch etwas essen mussten.

Nummer 1: eine beeindruckend belesene Französischlehrerin mit der ich über den Werther (langweilig; und das Ende reißt nicht alles raus) streite.

Nummer 2: sie heißt wie ein Joghurt nur mit A davor und ist wunderschön. Adanone – nein – Amonte. Für diese Eselsbrücke brauche ich den ganzen Abend. Kann ihr deswegen kaum zu hören, aber wenn sie redet, sehe ich eh nur ihre geschmeidigen Lippen. Ich schiebe das auf ansteigenden Pegel. Dieser steigt und steigt, fällt gefühlt kurzzeitig, um sich dann in schwindlige Höhen zu schwingen. Doch ich bin nicht der einzige, denn wieder sehe ich – it´s a match – eine ebenfalls gut angeheiterte Ronja. Echt jetzt???

 

—     24-Stundensprung     —

 

In der Zwischenzeit erinnere ich mich an nichts, also ist auch nichts passiert!

LitPop-Party

Feier im Rathaus. Nobel. Kein Grund für falsche Bescheidenheit. Hole mir Bier. Lausche Nick Désirées Männerhasstirade. Hole mir GinTonic. TREFFE WIEDER DIE RÖNNE. Hole mir Gin. Ronja langweilt sich ähnlich und wir kommen ins Gespräch. Sie hat tiptop Tips zu Agenten bei meiner neuen Kolumne Rauchen mit ______;

erste Artikel:

Rauchen mit RönneIMG_4010

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LBM – was bisher geschah

Die Zeit verrennt, Beine sind schwer und Partys fordern ihre ersten Opfer. Nach nun anderthalb Tagen auf der Messe kann ich sagen: Es ist super (anstrengend)! Ich eile von Termin zu Termin und lerne jede Menge interessante Leute kennen. Hier lernt man Lächeln, Händeschütteln und elegant Visitenkarten austauschen ( endlich verstehe ich, warum man die nur im 250er Pack bestellen kann).

Erster Höhepunkt meines Aufenthalts: die Preisverleihung der Jungen Verlagsmenschen mit derbezauberndem Mitgewinnerin Julika

Dort lerne ich auch erstmals Tanja kennen. Die Frau mit der Berliner Autorenschule und dem ungemeinen Talent mit allem und jedem zu kontaken… Man beobachte und lerne.

Eine Stunde und drei schnelle Sektglässer später geht’s direkt weiter zur Lesung aus die L3 und ich bin unglaublich aufgeregt. Hier lesen die Großen und dieses Jahr auch ich…Uiuiui. Ein Gintonic und viel Gerauche stabilisieren meinen Nervenzustand und führen zu diesem Photoimage

Nach meiner Lesung in vollem Keller, wird es Zeit sich auf die schönen Sachen zu konzentrieren – weiterer Gin und mehr Qualm… Wenn man vom Teufel spricht: in diesem Moment steht Ronja von Rönne vor mir – oder versucht das zumindest ( sie offenbart mir breit grinsend bereits 2 Flaschen Sekt getrunken zu haben ) und schnorrt mich nach einer Zigarette an. Weil wir jedoch beide viel zu betrunken sind für frische Luft, schleichen wir oberauffällig in eine dunkle Kellernische und rauchen kichernd wie Kleinkinder einfach dort! Dabei erzähle ich ihr von meiner Lieblingsstelle ihres Buches – eine Stunde später liest sie genau die und lächelt mir von der Bühne aus zu imageJetzt neigt sich der Abend dem Ende, denkt Fabian und denkt falsch. Denn the place to be ist nun das BauBau. Hier treffen sich alle, die etwas von sich halten und ich. Jedes zweite Gesicht kenne ich, jedem dritten kann ich seinen Roman zuordnen und was bitte macht die Rönne schon wieder hier?!? Verfolgt dich mich?

Ab hier verwischt eine einzigartige Mixtur aus Euphorie, Buchluft, Gin und hier kann man ja drinnen rauchen meinen Geist. Oder ich will einfach nicht schreiben, was noch alles passiert 😉

Jetzt sitze ich auf jeden Fall im Bett und mache gleich Mittagsschlaf, aber davor ess ich noch meine Gute-Nacht-Gummibärchenimage

 

bis zu meiner Wiederauferstehung

euer Fabi

Messe groß – ich klein

So der erste Tag auf der Messe und schon bin ich völlig überfordert. Mehr Menschen als jemals ich jemals in meiner Heimat gesehen habe, drängen sich in 5 Halle mit unzähligen Verlagen, die bestimmt nur auf mich und mein Skript warten! Aufbau, Kiwi, Fischer, etc…Und da Inuyasha! Songoku! Und eine leicht begleidete Sailor-Moon… Ich geh dann mal – wichtige Kontakte knüpfen;)

Bloggen von der Buchmesse Leipzig

IMG_3932Liebe Leser,

da ich im letzten halben Jahr vieles richtig gemacht habe, laden mich PULS und Junge Verlagsmenschen auf die Leipziger Buchmesse ein. Weil das alles von euch finanziert ist – danke für´s Zahlen; findet ihr Rundfunkgebühren auch so klasse, wie ich es tue 😉 – möchte ich etwas zurückgeben.

Deshalb werde ich Donnerstag bis Sonntag direkt von, aus, um die Buchmesse bloggen. Euch erwarten: Preisverleihungen, Agenten-, Autoren-, Verlagstreffen, ein exklusiver Schreibworkshop, eine Lesung sowie ein Bericht von der Langen Leipziger Lesenacht, Parties und perversestes Insiderwissen, da sich Claudius Nießen ( Inhaber des Literaturinstituts Leipzig und Organisator der halben Messe ) meiner als sein Schützling angenommen hat.

Ich wünsche euch und mir einen riesen Spaß. Hoffentlich treffe ich ein paar bekannte Gesichter ( @Rönne: ich hab dein Buch gelesen…)