Bader klingt aus – mehr Selbstoffenbarung

 

Nicht alles klappt auf den ersten Versuch. Vieles muss man zweimal oder öfters angehen bis man zu seinem Ziel gelangt. So ging es mir bei einer Bewerbung für etwas, mir sehr wichtiges. Demnach habe ich das letzte Jahr einmal rekapitulieren lassen und musst einiges eingestehen… Selbstreflexion und so… jaja.

Ob eine Bewerbung auch eine Form von Literatur darstellen kann, ist sicher eine Streitfrage. Dass es ehrliche, mir zuerst schwer fallende Worte waren, nicht. So habe ich meinen Stolz überwinden können und mich einer anderen Meinung voll und ganz hingegeben.

Doch lest selbst: (Selbstoffenbarung incoming)

 

 

Sehr geehrt _____  ______,

mit dieser Email bewerbe ich mich ein zweites Mal bei Ihnen für _____________. Dafür habe ich meine Texte von letztem Jahr rausgesucht. Beim Durchlesen des Textes kann ich Ihnen voll und ganz zustimmen, mich im vorherigen Jahr nicht genommen zu haben. Der Text war – würde ich Sie bereits persönlich kennen, würde ich im Folgenden ein anderes Wort verwenden – schlecht und besonders: unausgereift.

Ehrlich gesagt, war ich letztes Jahr auf einem eigenartigem Höhenflug. Ich hatte kurz vor meiner Bewerbung die PULS-Lesereihe und den den Förderpreis der Jugenverlagsmenschen gewonnen. Das war ein außerordentlich Hype, doch hob dieser mich zu schnell auf ein sehr hohes Ross und in diesem Zustand wollte ich einfach nur alles mitnehmen, was irgendwie möglich ist. Ich bin ein kreativer, doch von Natur aus auch schneller, hektischer Denker. Gepaart mit meiner, durch kurzzeitige Anerkennung hervorgerufene, Selbstüberschätzung führte das zu mehr Quantität denn Qualität im Schreiben. Man könnte hier geneigt sein, an ein altes Sprichwort denken, aber ganz passend finde ich das nicht. Denn jetzt, heute möchte ich es nicht als einen Fall bezeichnen, zu der einen Sache gefunden zu haben, die mich mehr beschäftigt und erfüllt als andere bisher. Nach dem wieder verflogenen Rummel um meine Person bin ich ein persönliches Loch gestürzt. Das kannte ich bereits von den Wochen nach einer gelungen Theaterproduktion, doch diesmal wollte das Loch sich nicht so schnell füllen lassen. Dunkel war es.

Am Ende blieb mir die Literatur und das eigene Schreiben. Davon zehre ich seitdem, brauche mehr Zeit, weniger zu schreiben. Geblieben ist der Wunsch und der Wille, eines Tages herausragend auf meine Art schreiben zu können. Dafür nutze ich nun meine komplette, freie Zeit. Doch alleine ist das eine große Herausforderung für mich. Im Austausch und mit der Hilfe von ________ war ich bereits in der Lage einige Schritte zu gehen. Doch brenne ich darauf weiter zu machen, voran zu kommen, um – so möge die Zeit kommen – vorne, ehrlich mitrennen zu können.

Deswegen bitte ich Sie meiner zweiten Bewerbung eine Chance zu geben. Anbei sind zwei neue Texte, sowie der Alte zum Vergleich. Ich hoffe Sie können einen Fortschritt als auch meine Motivation darin erkennen.

Mit freundlichen Grüßen

Fabian Bader   

 

PS: Die Ehrlichkeit hat sich gelohnt 😉

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